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Cup: Reto Suri: «Es gibt keinen Favoriten»

01/02/2019 08:46:46Planète Hockey / KN   Quelle : SIHFArtikel 2 822 Mal gesehen
© Foto Laurent Daspres

Der EV Zug ist das Team der Stunde. Die Zentralschweizer streiten sich mit dem SC Bern um die Tabellenspitze mit abwechselndem Leader. Selbst der Ausfall von Stammgoalie Tobias Stephan konnte den Lauf der Blauweissen zuletzt kaum stoppen. Eine Tatsache, die den Zuger grosse Zuversicht im Hinblick auf das Cupfinale geben sollte.

«Es gibt viele Faktoren für den aktuellen Erfolg. Einer der wichtigsten ist jedoch das Teamgefüge. Wir hatten bisher mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Immer wieder konnten jedoch neue Leute in die Bresche springen», erklärt Reto Suri. Exemplarisch für die genannten Ausfälle sei hier auf jenen von Tobias Stephan verwiesen. Der Stammtorhüter verpasst nach einem Zusammenprall mit Marco Pedretti das Cupfinale verletzungshalber. Statt zu jammern kann man in Zug jedoch gleich zeigen, wie gut der Ersatzmann ist. «Es ist für jede Mannschaft hart, wenn der Stammgoalie ausfällt. Sandro Aeschlimann hat jedoch schon vor Stephans Verletzung bewiesen, wie gut er ist. Dank verschiedenen Einsätzen ist er bereits gut integriert», meint Suri.

Neben den Einsätzen im NL-Team der Zuger bestritt Aeschlimann in dieser Saison auch elf Partien bei der EVZ Academy in der Swiss League. Nicht nur beim Torhüter zeigt sich nun, wie wichtig das Zuger Farmteam sein kann. «Für die Academy sind die Resultate nebensächlich. Wichtig ist, dass die jungen Spieler in der Swiss League auf gutem Niveau gegen Erwachsene spielen können», weiss auch Reto Suri. Das Niveau in der Swiss League sorge dann auch dafür, dass der Sprung in die National League nicht mehr ganz so gross sei wie von den Elite Junioren, führt Suri weiter aus. Insgesamt scheint sich somit das grosse Engagement für den Nachwuchs bei den Zuger auszuzahlen. Dies auch, weil man mit Dan Tangues einen Trainer gefunden hat, der auf die Jungen setzt.

Es scheint als würden sich die Investitionen, die die Zuger in den Nachwuchs gesteckt haben, langsam Früchte tragen. Auf lange Sicht gesehen dürfte sich der EVZ an der Spitze der Liga etablieren. Noch steht man allerdings nur mit einem Meistertitel da, welchen man vor 21 Jahren gewann. Einen Cuptitel würde man daher in Zug sicher nicht verschmähen. «Wir wollen am 3. Februar unser bestes Spiel zeigen und Geschichte schreiben», erklärt Reto Suri. Der Stürmer betont, dass die Vorfreude auch in der Stadt Zug gross sei. «Obwohl wir uns aktuell noch auf die Meisterschaft konzentrieren, merkt man, dass der Cup bei den Fans in aller Munde ist.» Für Suri ist dabei klar, dass der Cup in den letzten Jahren enorm an Stellenwert gewonnen hat. «Neuen Dingen tritt man oft sehr skeptisch gegenüber. So war es auch beim Cup. Ich glaube jedoch, dass er sich in der fünften Saison gut etabliert hat», analysiert der Stürmer. Dabei gelte aber auch das Motto «je weiter man kommt, desto wichtiger wird der Wettbewerb».

Mit viel Motivation und einem guten Team hat der EVZ damit beste Chancen den Cup gegen das Ligaschlusslicht aus Rapperswil-Jona zu gewinnen. Dabei weiss aber auch Reto Suri, dass es nie einfach ist gegen Rappi im Cup zu spielen. «Meisterschaft und Cup sind zwei verschiedene Wettbewerbe. In nur einem Spiel kann immer viel passieren. Ich denke daher nicht, dass es im Cupfinal einen Favoriten gibt», meint der Stürmer. Er zeigt sich dabei beeindruckt, dass die Rapperswiler die letzten neun Cupspiele gewinnen konnten. «In der Meisterschaft konnten wir in Rappi zudem nur mit etwas Glück und einem guten Torhüter gewinnen», warnt Suri weiter.

Auch wenn Stürmer Reto Suri dem Gegner aus Rapperswil grossen Respekt zollt, der EVZ ist heiss auf diesen Titel. Die Zuger werden am 3. Februar alles daransetzen, den Cup erstmals in die Kolinstadt zu holen. Als wäre dies nicht schon genug, wird gerade Suri bei diesem Spiel doppelt motiviert sein. Dies weil der gebürtige Zürcher Unterländer bereits einmal beim Gegner aus Rapperswil-Jona spielte. «Ich bin jedem Team dankbar, das mir eine Chance gab. Deshalb ist die Rückkehr nach Rappi immer auch etwas Spezielles für mich», freut sich Suri.

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