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Die Gewinner der Swiss Ice Hockey Awards 2018

03/08/2018 22:47:53Planete Hockey / BM   Artikel 8 471 Mal gesehen
© Foto SIHF

Heute Freitag, 3. August 2018, wurden im Kursaal Bern die Swiss Ice Hockey Awards vergeben. Andrew Ebbet und Kevin Klein heissen die MVPs der vergangenen Saison – die Herren A-Nationalmannschaft räumte den Award als Team des Jahres ab.

In acht Kategorien wurden die herausragendsten und erfolgreichsten Eishockey-Persönlichkeiten der Saison 2017/18 geehrt.

Der „Youngster of the Year“ spielt beim HC Ambri-Piotta
Dominic Zwerger vom HC Ambri-Piotta ist „Youngster of the Year“. Der österreichische Nationalspieler war in Bern nicht persönlich anwesend, meldete sich jedoch via Videobotschaft zu Wort. Zwerger stiess vergangene Saison aus der WHL zu den Leventinern und hinterliess eine starke Duftmarke: Er schloss die Qualifikation mit 40 Punkten ab und war zeitweise bester Skorer des Teams.

Mit der Auszeichnung des besten Nachwuchsspielers, symbolisch übergeben von PostFinance CEO Hansruedi Köng, wird die Nachwuchsarbeit und die Förderung junger Talente speziell honoriert.

Die Trophäe für den „Goaltender of the Year“ geht ebenfalls ins Tessin
Die Jacques Plante Trophy holt sich Elvis Merzlikins. Der lettische Nationaltorhüter aus den Reihen von Vize-Meister HC Lugano begeisterte vergangene Saison mit seinen spektakulären Aktionen. Dank seinen konstanten Leistungen und einer Fangquote von .921 hatte er grossen Anteil an der Playoff-Finalqualifikation der Luganesi. Merzlikins setzte sich gegen Meistergoalie Lukas Flüeler (ZSC Lions) und den letztjährigen Preisträger Leonardo Genoni (SC Bern) durch.

Alina Müller ist die „Woman of the year“
Alina Müller, die erst 20-jährige Schweizer Ausnahmespielerin, hat sich diese Auszeichnung redlich verdient. Müller erzielte an den Olympischen Spielen in PyeongChang (KOR) 10 Punkte und beendete das Turnier damit als Topskorerin, was ihr die Auszeichnung als beste Stürmerin des Turniers einbrachte. Die Schwester des NHL-Verteidigers Mirco Müller war auch in der heimischen Liga eine Klasse für sich: Sie war beste Skorerin in der SWHL A – mit 33 Toren und 24 Assists in 17 Spielen für die ZSC Lions Frauen. Ab kommender Saison stürmt sie für das US-College-Team Northeastern University in Boston.

Regular-Season-MVP“ kommt aus Bern

Der „Most Valuable Player“ der Regular Season heisst Andrew Ebbett. Der 35-jährige Center des SC Bern war eine der Teamstützen in der Mannschaft der Hauptstädter und gilt als hervorragender Allrounder. Er setzte sich gegen Garret Roe (EV Zug) und Fredrik Pettersson vom (ZSC Lions) durch. Bereits im Frühling wurde er in einer von drei Tages-Zeitungen durchgeführten Umfrage – befragt wurden alle Coaches und Captains der National League - zum MVP der Qualifikation gewählt.

Die „Playoff-MVP“-Trophäe geht an den Meister

Kevin Klein von den ZSC Lions gewinnt die „Playoff-MVP“-Trophäe. Der charismatische Kanadier zog die Fäden in der Abwehr und im Powerplay des Meisters. Mit seinem unermüdlichen und kampfstarken Spiel, insbesondere in den Playoffs, hatte er einen wesentlichen Einfluss auf dem Weg Richtung Titel und wurde zur Symbolfigur der ZSC Lions. Klein gab im Sommer seinen Rücktritt vom Rücktritt bekannt und bleibt den Stadtzürchern auch kommende Saison erhalten.

„Hockey Award“ für die Schweizer Nati
Mit dem Gewinn der WM-Silbermedaille in Kopenhagen holt sich die Schweizer Nationalmannschaft den „Hockey Award“. Das Team von Head Coach Patrick Fischer begeisterte in Dänemark mit attraktivem, starkem Offensivspiel und liess sich auch von den sogenannt grossen Eishockey-Nationen nicht einschüchtern. Im WM-Final scheiterte die Schweiz erst im Penaltyschiessen an Titelverteidiger Schweden mit 3:2. Der erneute Gewinn von WM-Silber nur fünf Jahre nach Stockholm 2013 begeisterte die Eishockeyfans im ganzen Land und über die Grenzen hinaus.

Special Awards“ für fünf Aushängeschilder des Schweizer Eishockeys
Die fünf „Special Awards“ gehen an herausragende Persönlichkeiten des Schweizer Eishockeys, welche nicht mehr im Spitzensport aktiv sind. Florence Schelling, Martin Gerber, Martin Plüss, Mathias Seger und Mark Streit – alle fünf haben das Schweizer Eishockey stark geprägt und ihre Karrieren sind voll von Pionierleistungen und Rekorden:

Florence Schelling : Florence Schelling debütierte als 14-jährige an der Frauen-Weltmeisterschaft 2004 in Kanada und gehört bis dato zu den weltbesten Torhüterinnen. Die heute 29-jährige Zürcherin war das Aushängeschild des Schweizer Frauen-Eishockeys schlechthin. Sie nahm an vier Olympischen Winterspielen teil und gehörte zu den Bronzemedaillen-Gewinnerinnen von Sochi 2014 und wurde an diesem Turnier zum «Most valuable Player» gewählt. Schelling nahm zudem an total elf Weltmeisterschaften teil.

Martin Gerber : Der Emmentaler hat seinen Rücktritt zwar noch nicht offiziell bekanntgegeben, steht jedoch seit der Saison 2016/17 bei keinem Team als Torhüter unter Vertrag. Der 43-Jährige wurde 2002 mit Färjestad BK Schwedischer Meister und gewann 2006 mit den Carolina Hurricanes den Stanley Cup. 2013 führte er die Schweiz im Tor zu WM-Silber in Stockholm. Zudem hexte er Kloten 2014 in den Playoff-Final sowie zum Cup-Sieg 2017 und gehört zu den besten Schweizer Torhütern in der Geschichte.

Martin Plüss :Martin Plüss gehört zu den erfolgreichsten Schweizer Eishockeyspielern. Vier Olympiateilnahmen, zwölf Weltmeisterschaften und 236 Länderspiele lautet seine eindrückliche Bilanz für die Schweizer Nationalmannschaft - im Schweizer Silberteam von 2013 in Stockholm war er eine der Leaderfiguren. Zudem absolvierte er während seiner grossartigen Karriere 956 NL-Spiele und gewann 6 Schweizer Meistertitel (2x Kloten, 4x Bern) und 2004 den Schwedischen Meistertitel mit Frölunda.

Mathias Seger : Mit noch mehr Superlativen gespickt ist das Palmarès von Mathias Seger. Er prägte die ZSC Lions wie kein Zweiter und führte den Zürcher Stadtklub von 2005 bis 2017 als Captain an. Er war auch Captain des WM-Silberteams von Stockholm 2013. Der Uzwiler stellte in seiner beispiellosen Karriere Rekorde auf, die wohl so schnell nicht gebrochen werden dürften:

1167 Partien in der NLA respektive der NL
1026 Spiele alleine für die ZSC Lions
22 Saisons ohne Unterbruch in der obersten Schweizer Spielklasse
305 Einsätze für die Schweizer A-Nationalmannschaft
16 Teilnahmen an A-Weltmeisterschaften (Rekordhalter)
6 Meistertitel mit den ZSC Lions
1 Champions Hockey League Champion
1 Victoria Cup Champion
MPP 2017/18

Mark Streit : Streit wurde 2004 von den Montréal Canadiens in der 9. Runde gedraftet. 2011/2012 wurde er bei den New York Islanders als erster Schweizer zum Captain eines NHL-Teams ernannt. Mit Pittsburgh holte er 2017 als dritter Schweizer und erster Feldspieler den Stanley Cup - nach den Goalies David Aebischer (2001 mit Colorado) und Martin Gerber (2006 mit Carolina). In seiner beeindruckenden Karriere bestritt der 40-Jährige 820 NHL-Spiele und erzielte dabei 449 Punkte. Streit absolvierte 499 NL A-Partien und liess sich 80 Tore und 197 Assists gutschreiben – 2001 gewann er mit den ZSC Lions den Schweizer Meistertitel. Zudem absolvierte 200 Partien im Dress der Schweizer Nationalmannschaft.

MPP : Mathias Seger löst Andres Ambühl ab
Der beliebteste Spieler der National League in der vergangenen Saison - der „Most Popular Player“ - heisst zum Mathias Seger (ZSC Lions). Die zurückgetretene Symbolfigur der ZSC Lions wird eine grosse Lücke in der NL hinterlassen. Den Gewinner dieses Awards kürte alleine das Publikum. Während zwei Wochen konnten die Fans via 20Minuten für ihren MPP abstimmen. Seger setzte sich gegen Seriensieger Andres Ambühl und dessen Teamkollegen Enzo Corvi (beide HC Davos) durch.
 

Die Gewinner der Swiss Ice Hockey Awards 2018 im Überblick :

„Youngster of the Year“ (Presented by PostFinance): Dominic Zwerger (HC Ambri-Piotta)

„Goaltender of the Year“ (Jacques Plante Trophy): Elvis Merzlikins (HC Lugano)

„Woman of the year“: Alina Müller (ZSC Lions)

„Regular-Season-MVP“: Andrew Ebbett (SC Bern)

„Playoff-MVP“: Kevin Klein (ZSC Lions)

„Most Popular Player“ (Presented by 20Minuten): Mathias Seger (ZSC Lions)

„Hockey Award“: Herren A-Nationalmannschaft

« Special Award » :  Florence Schelling
                                  Mathias Seger
                                  Mark Streit
                                  Martin Gerber
                                  Martin Plüss

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