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National League: Das Selbstvertrauen der Playoff-Halbfinalisten

27/03/2018 20:14:51Planète Hockey / KN   Quelle : SDA-ATSArtikel 573 Mal gesehen

Mit den Halbfinals Bern gegen die ZSC Lions und Biel gegen Lugano beginnt in die 2. Phase der Playoffs in der National League. Die im Meisterrennen verbliebenen Teams strotzen vor Selbstvertrauen.

Vor zwei Jahren waren die Lions in den Viertelfinals als Qualifikationssieger gegen einen zuvor mehr als kriselnden SCB gescheitert. Seit dieser Serie haben sich die Hierarchien verschoben. Bern dominierte ab da die Liga nach Belieben und ist auch in dieser Saison der klare Favorit auf den Titel. Der ZSC dagegen hatte bis zu seiner Auferstehung in den diesjährigen Viertelfinals gegen Zug (4:1 Siege) nie mehr wirklich den Tritt gefunden.

Zwei Jahre nach dem speziellen Duell treffen die beiden Grossklubs der Liga wieder aufeinander. Es kündigt sich eine spektakuläre Serie an. Auf der einen Seite der in den letzten zwei Jahren so souveräne und abgeklärte Titelverteidiger aus Bern, auf der anderen Seite eine Zürcher Mannschaft, die erstmals seit dem Halbfinal 2015 eine Playoff-Serie für sich entschied und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wieder gefunden hat.

Stärken erstmals wieder abgerufen

"Alle haben uns schon abgeschrieben", hatte Sven Leuenberger, der Sportchef der ZSC Lions, vor den Viertelfinals auf die Frage geantwortet, was denn in den Playoffs für seine Mannschaft spreche. Die mit einem Zwinkern begleitete Aussage beruhte auf dem Szenario Hoffnung. Mittlerweile dürfte aber auch der bis im letzten Sommer in den Diensten des SCB gestandene Leuenberger realisiert haben,dass der Traum vom Meistertitel gar nicht so abwegig ist.

Die Qualität des Zürcher Kaders ist unbestritten. Gegen Zug gelang es dem Team erstmals seit drei Jahren wieder, die Stärken in einer Playoff-Serie abzurufen. Hoffnung dürfte der Mannschaft von Hans Kossmann, der im Dezember den entlassenen Hans Wallson als Trainer abgelöst hat, auch ein Blick in die Statistiken der laufenden Saison machen. Drei der vier umstrittenen Direktduelle gegen den Qualifikationssieger entschieden die Lions für sich.

Genau diese Statistik dürfte den Spielern des SC Bern nur ein Lächeln entlocken. Keine Mannschaft in der Schweiz kennt ihre Stärken so gut wie jene des SCB. Seit dem Viertelfinal-Duell gegen die ZSC Lions vor zwei Jahren scheint das Selbstvertrauen der Berner unerschütterlich. In wichtigen Momenten gelang es dem SCB
bisher stets, den Schalter im positiven Sinn umzulegen. Fährt der SCB in diesem Stil fort, ist der erste Titel-Hattrick eines Klubs seit 1995 (Kloten) durchaus realistisch.

Geschlossenheit und Leidenschaft

Die Serie zwischen Biel und Lugano steht etwas im Schatten im Vergleich mit jener zwischen Bern und den ZSC Lions - zu Unrecht allerdings. Biel befindet sich nach dem ersten Halbfinal-Einzug seit 28 Jahren im emotionalen Hoch, Lugano hat nach Jahren der Krise seine Stabilität wieder gefunden und steht zum dritten Mal in Folge im Halbfinal.

Biel spielte im Viertelfinal gegen Davos angeführt von Goalie Jonas Hiller, Abwehrchef Beat Forster und Topskorer Toni Rajala äusserst abgeklärt. Das Überraschungsteam der Saison lieferte den Beweis, dass Platz 3 in der Qualifikation kein Zufall war. Biels Trainer Antti Törmänen weiss zudem, wie man Meister wird. Er hatte sich im Dezember unter anderem als Meistertrainer 2013 (mit Bern) für die Nachfolge von Mike McNamara empfohlen.

Biels letzter Titelgewinn liegt bereits 37 Jahre zurück, jener Luganos ebenfalls schon zwölf Jahre. Die Tessiner sind deshalb aber nicht weniger hungrig auf den Pokal. Im Gegenteil: Das Team von Trainer Greg Ireland steckte das verletzungsbedingte Aus von Damien Brunner, Dario Bürgler und Alessandro Chiesa unmittelbar vor den Playoffs scheinbar locker weg. Es überzeugte gegen Fribourg (wie Biel gegen Davos) mit Geschlossenheit, Leidenschaft und selbstbewusstem Auftreten.

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