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NL&SL Inside: Wer ist eigentlich diese Liga-Mafia?

12/10/2018 13:27:47Planète Hockey / KN   Quelle : SIHFArtikel 3 137 Mal gesehen
© Foto SIHF

"Liga-Mafia!" – Lieblingswort einiger Fans, welches bei jeder Gelegenheit gerne in den Raum geworfen wird. Aber wer ist denn eigentlich diese Liga und wie ist sie aufgebaut?

Gleich vorneweg: Die Anhänger der Mafia-Theorie werden bitter enttäuscht sein. Die National League und Swiss League ist, genau wie die Schweiz, eine Demokratie. Falls du in der Schule nicht aufgepasst hast, eine Demokratie definiert sich wie folgt:

„Die Demokratie ist ein politisches System in welchem die Macht vom Volk ausgeht. Die Schweiz wird gerne als Beispiel für ein demokratisches System genannt.“

Insofern stimmt die Aussage, dass der SC Bern und die ZSC Lions etwas zu sagen haben, genauso wie die SCL Tigers, der EHC Olten, Genève-Servette HC, HC Ajoie und alle anderen Clubs der beiden obersten Ligen.

Wie funktioniert das jetzt in der National League bzw. der Swiss League?

Alle Entscheidungen, welche diese beiden Ligen betreffen, werden in der Ligaversammlung getroffen. Die Ligaversammlung findet mindestens vier Mal im Jahr statt und berät sich über Anträge und Entscheide, welche von verschiedenen Stellen an die Versammlung herangetragen werden. Dabei verfügt jeder National League Club über drei Stimmen und jeder Swiss League Club über 2 Stimmen.

Das ist jetzt alles sehr theoretisch, schauen wir uns diesen Prozess doch an einem praktischen Beispiel an: Auf die Saison 2017/2018 wurde entschieden, die Drittelspause in der National League von 15 Minuten auf 18 Minuten zu verlängern. Dieser Entscheid hat bei den Fans für viele Diskussionen gesorgt. Nicht alle waren begeistert davon, drei Minuten länger auf die Wiederaufnahme des Spiels zu warten. Die Idee für die Verlängerung der Pause kam ursprünglich aus dem Swiss Ice Hockey Cup. Die Pausen des Cups waren etwas länger um die Gastrobetriebe der Regio League zu entlasten. Die Clubs der Regio League hatten dadurch mehr Zeit, die zahlreich zu den Cupspielen angereisten Fans zu verpflegen. Diese Massnahme erleichterte aber nicht nur den Regio League-Clubs die Verpflegung, auch viele Clubs aus der Swiss League stellten fest, dass Ihnen dies entgegenkam. Daher wurde die Pausenlänge in der Swiss League bereits zuvor angepasst. Da sich dies bewährte wurde in der Folge diese Änderung ebenfalls für die National League beschlossen. An der Ligaversammlung vom 20.06.2017 wurde über den Antrag abgestimmt und dieser wurde einstimmig angenommen.

Dieses Beispiel zeigt, wie Entscheidungen, welche die National League und die Swiss League betreffen, gefällt werden. Gibt es Entscheidungen, welche nur eine der beiden Ligen betreffen, entscheiden auch nur die Clubvertreter der entsprechenden Liga.

Wer kann denn eigentlich alles Anträge an die Ligaversammlung stellen?

Alle Clubs der beiden obersten Ligen haben das Recht mit einem Antrag an die Ligaversammlung heranzutreten. Das National League & Swiss League Operations Team von Swiss Ice Hockey hat ebenfalls die Möglichkeit, Anträge zu stellen. In der Regel werden alle Anträge für die Ligaversammlung im Leistungssport Committee (LSC) vorbesprochen. Dieses Committee besteht aus Clubvertretern der National League und Swiss League sowie Vertretern von SIHF. Der Vorsitz hat der Director National League und Swiss League, Denis Vaucher, inne. Das LSC gibt normalerweise zuhanden der Ligaversammlung eine Empfehlung auf Annahme/Ablehnung des Antrages ab. Definitiv entschieden wird aber erst an der Ligaversammlung selbst.

Welche Stimmenzahl ist notwendig?

Wie in einer Demokratie üblich, gewinnt die Mehrheit. Gemäss den Statuten von Swiss Ice Hockey benötigen Entscheidungen für die folgende Saison bis Ende Februar der laufenden Saison ein einfaches Mehr. Ab März oder für Entscheidungen, welche die bereits laufende Saison betreffen, ist eine Dreiviertel-Mehrheit notwendig.

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