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Spezielles Spiel für Ambrìs «Johnny Hockey»

16/10/2018 12:43:22Planete Hockey / BM   Quelle : SIHFArtikel 2 286 Mal gesehen

Am 21. Oktober trifft der HC Ambrì-Piotta im Achtelfinale des Swiss Ice Hockey Cup zu Hause auf den Lausanne Hockey Club. Für Johnny Kneubuehler (22), der von den Waadtländern diese Saison in die Leventina gewechselt hat, wird es ein spezielles Duell.

Die Calgary Flames haben mit Johnny Gaudreau ihren «Johnny Hockey» im Sturm. Beim HC Ambrì-Piotta heisst der Johnny der Tessiner Kneubühler. Geboren in Reiden an der Grenze des Kantons Luzern zum Aargau bestritt der seine Juniorenkarriere am Genfersee zuerst bei Servette und später in Lausanne. Für ihn wird das Cup-Duell kein Spiel wie ein anderes, denn er spielte seit den Elite-Junioren für Lausanne und kam auf mehr als 100 Einsätze mit der ersten Mannschaft bevor er in der Sommerpause in die Leventina wechselte.



Johnny Kneubühler, sie spielten letzte Saison noch beim Lausanne HC. Es war eine komplizierte Saison, die enttäuschend endete mit drei Trainern und wenig Eiszeit für euch Junge.
Es war sicherlich eine komplizierte Saison, auch wegen den Trainerwechseln war es für die Jungen wie mich sehr schwierig das Vertrauen des Coaches zu erhalten. Tatsache ist, dass die Coaches vor allem den erfahrenen Spielern mehr Eiszeit gaben. Wir hätten sicherlich die Qualitäten gehabt um uns für die Playoffs zu qualifizieren, doch aus irgendeinem Grund fanden wir nie die nötige Konstanz, bzw. die einzige Konstante in unserer Saison war die Inkonstanz. Nach einem guten Spiel folgte immer ein schlechtes und so ist es natürlich schwierig seine Ziele zu erreichen.

Welches Hobby pflegt Johnny Kneubühler wenn er nicht gerade Eishockey spielt ?
Mein grösstes Hobby ist die Gitarre. Meine Lieblingslieder sind alle Klassiker der 70er- und 80er-Jahre und ich habe auch schon Konzerte im Freundeskreis gegeben. Es ist ein Hobby, bei dem ich gut abschalten und meine Kreativität einbringen kann.

Sie haben sich für den Wechsel nach Ambrì entschieden. Damit spielen Sie zum ersten Mal ausserhalb der Romandie. Was hat Sie überzeugt? Die neue Philosophie bei Ambrì unter dem Duo Cereda-Duca ?
Nach dem Abschluss der letzten Saison war für mich effektiv der Zeitpunkt gekommen um ein neues Kapitel in meiner Karriere aufzuschlagen. Ich hatte ein sehr interessantes Gespräch mit Coach Luca Cereda, der mir erklärt hat, welche Werte für ihn zählen. Jeder Spieler muss sich den Platz im Team erkämpfen, niemand erhält etwas geschenkt. Das Alter spielt bei ihm absolut keine Rolle, es spielt, wer schon im Training mehr Hunger zeigt und den Platz in der Aufstellung unbedingt will. Damit hat er mich überzeugt und daher war es für mich eine leichte Entscheidung, die Offerte von Ambrì anzunehmen.

Wo sehen Sie persönlich Ihr grösstes Verbesserungspotenzial ?
Ich glaube, dass ich mich vor allem in der Aggressivität verbessern kann, so wie es der Philosophie von Cereda entspricht. Mit einem aggressiven Forechecking versuchen die Scheibe zu erobern. Ich habe die läuferischen Qualitäten um dies noch besser umzusetzen.

Am 21. Oktober kommt der LHC in die Valascia zum Cup-Achtelfinal. Sie werden auf viele bekannte Gesichter treffen. Es wird wohl kein Spiel wie ein anderes ?
Wir treffen noch vorher in der Meisterschaft aufeinander, aber für mich persönlich ist das Cupspiel sehr wichtig, dieser Wettbewerb erlaubt dir in fünf Spielen eine Trophäe zu gewinnen. Daher freue ich mich jetzt schon auf diese Partie, in der wir alles unternehmen wollen, um ins Viertelfinal zu kommen, auch wenn wir wissen, dass sich die Lausanner verstärkt haben. Aber mit der Unterstützung unserer Fans können wir es schaffen. Es ist für niemanden leicht in der Valascia zu gewinnen und wir werden unsere Haut so teuer wie möglich verkaufen. Für mich persönlich ist es natürlich eine zusätzliche Motivation, in einer solch wichtigen Partie ausgerechnet gegen meinen Ex-Klub spielen zu dürfen.

Erzählen Sie uns zum Abschluss, wie Ihre Integration bisher verläuft und wie es ist unter Cereda zu arbeiten...
Ich wurde in der Mannschaft sehr gut aufgenommen. Es hat nicht nur die Romands wie Lauper, N’Goy und Manzato, sondern auch diverse jüngere Spieler, die ich aus der Junioren-Nationalmannschaft kenne. Ich habe einen guten Kontakt zu allen Spielern, auch zu den Deutschschweizern. Wir haben eine coole Mischung in der Mannschaft. Was Luca Cereda von anderen Coaches unterscheidet ist vor allem die Tatsache, dass er in jedem Training von uns das Maximum verlangt. Es gibt keinen Tag, an dem man es ruhiger angehen kann. Er verlangt, dass wir schon im Training konstant sind. Wir werden in jedem Training gefordert und es gibt unter ihm keine «Comfort Zone», sondern nur Vollgas, wenn du auf dem Eis bist.

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