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Wohlwend: 'Wir haben gewusst, dass wir besser als Dänemark sind'

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U20-WM: Schweizer Junioren in den Viertelfinals

30/12/2018 02:20:46Planete Hockey / BM   Quelle : SDA-ATSArtikel 684 Mal gesehen
© Foto IIHF

Die Schweizer Junioren stehen an der U20-Weltmeisterschaft in Vancouver und Victoria in den Viertelfinals. Philipp Kuraschew ist beim 4:0-Sieg gegen Dänemark mit drei Toren der Matchwinner.

Die Basis zum Sieg im Schlüsselspiel gegen die weiterhin punktelosen Dänen legte das Team von Trainer Christian Wohlwend schon im ersten Drittel, das es 2:0 für sich entschied. Beide Tore erzielte Kuraschew, der schon bei der 2:3-Niederlage gegen Kanada zweimal getroffen hatte. Das 1:0 (9.) war der vierte Powerplay-Treffer der Schweizer an diesem Turnier, das 2:0 fiel 52 Sekunden vor der ersten Pause.

Kuraschew zeichnete in der 42. Minute mit einer herrlichen Einzelleistung auch für das 4:0 verantwortlich. Damit hat er nach drei Partien bereits sechs Skorerpunkte auf dem Konto. Captain Nando Eggenberger (ein Tor, drei Assists) und Nicolas Müller (vier Assists) kommen auf je vier Punkte.

Kuraschew, dessen Vater aus Russland stammt und aktuell Trainer des EHC Chur ist, war einst als möglicher Erstrunden-Draft gehandelt worden. Schlussendlich wurde der 19-jährige Center von den Chicago Blackhawks aber "bloss" in der 4. Runde als Nummer 120 gezogen. Die guten Leistungen in Vancouver kommen aber nicht von ungefähr. In der laufenden Saison in der Juniorenliga QMJHL erzielte er in 33 Partien 18 Tore und 25 Assists.

Dessen Trainer bei den Québec Remparts ist jedenfalls beeindruckt von Kuraschew, und dies ist kein geringerer als der frühere Top-Goalie Patrick Roy, der in der NHL eine Legende ist und weiss, wovon er spricht. Roy, von 2013 bis 2016 Headcoach der Colorado Avalanche, traut Kuraschew im kommenden Herbst gar den Sprung in die beste Liga der Welt zu. An der U20-Weltmeisterschaft macht er diesmal jedenfalls beste Werbung in eigener Sache. Immerhin ein Testspiel durfte er für die Blackhawks bereits bestreiten.

Den dritten Schweizer Treffer schoss in der 34. Minute der aufgerückte Verteidiger Simon Le Coultre nach schöner Vorarbeit von Justin Sigrist. Damit war die Partie vorentschieden. Der bei der EVZ Academy tätige Goalie Luca Hollenstein benötigte 21 Paraden für seinen Shutout. Kurz vor dem 1:0 verhinderte der als grosses Talent geltende 18-Jährige die Führung der Dänen, als Jonas Röndberg alleine vor ihm auftauchte. Somit warten die Skandinavier auch nach dem dritten Spiel an diesem Turnier auf den ersten Treffer - gegen Kanada (0:14) und Russland (0:4) verloren sie ebenfalls zu Null.

Wohlwend, der die Schweizer Junioren zum dritten Mal in Serie in die Viertelfinals führte, war selbstredend glücklich über den Sieg.
Zufrieden war er aber nicht mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Er bemängelte vor allem die vielen "Turnover". Es sei ein Hockey-Wunder gewesen, dass sie nach dem ersten Drittel 2:0 vorne gelegen hätten, sagte Wohlwend gegenüber "MySports". " Wir wussten dass wir in diesem Jahr besser sind als Dänemark. Es war ein Pflichtsieg. Ich bin froh, dass dieses Spiel vorbei ist. Wir waren nicht wirklich dominierend. " Man habe gesehen, dass sie es sich auf diesem Niveau nicht gewohnt seien, besser zu sein.

Zum Abschluss der Vorrunde treffen die Schweizer in der Nacht auf Montag auf Russland. Den Osteuropäern unterlagen sie in der Vorbereitung 1:4. Sie können nun dank der Qualifikation für die Viertelfinals aber ohne Druck aufspielen. Ausserdem bewiesen die Schweizer gegen Tschechien (1:2 n.V.) und Kanada (2:3), dass sie mit den "Grossen" mithalten können. Im besten Fall ist noch der 2. Rang in der Gruppe A möglich.
 

Telegramm :

Dänemark - Schweiz  0:4  (0:2, 0:1, 0:1)

10'279 Zuschauer. - SR Björk/Sidorenko (SWE/BLR), Oliver/Sefcik (USA/SVK).

Tore : 9. Kuraschew (Müller, Berni/Ausschluss Koch) 0:1. 20. Kuraschew (Eggenberger, Moser) 0:2. 34. Le Coultre (Sigrist, Müller) 0:3. 42. Kuraschew (Gross, Berni) 0:4.

Strafen :  2mal 2 Minuten gegen Dänemark, 4mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Schweiz : Hollenstein; Gross, Le Coultre; Aebischer, Berni; Burger, Moser; Barandun; Brüschweiler, Kuraschew, Eggenberger; Verboon, Sandro Schmid, Gerber; Müller, Sigrist, Nussbaumer; Leuenberger, Tanner, Lehmann.

Bemerkungen :
Schweiz ohne Geisser (angeschlagen), Wyss (nicht gemeldet), Zaetta (überzähliger Goalie) und Akira Schmid (Ersatztorhüter).

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