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Serge Aubin: Unser Ziel ist es, alles aus unserem Potential rauszuholen

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Wenn Eisbären auf benachbarte Löwen treffen

28/08/2018 10:26:12Planète Hockey / KN   Quelle : SIHFArtikel 5 887 Mal gesehen
© Foto SIHF

Als anfangs Mai 2018 die 1/16-Finals des Swiss Ice Hockey Cups ausgelost wurden, jubelte man in Bülach: Das drittklassige MySports League-Team, das sich zum ersten Mal überhaupt für eine Cup-Hauptrunde qualifizierte, bekam mit dem Duell gegen die ZSC Lions eine Wunschpartie von grosser regionaler Bedeutung zugelost. Gerade mal 13 Kilometer Luftlinie trennen die Heimstätte der Stadtzürcher Gäste vom altehrwürdige Eisstadion Hirslen in Bülach.

Obwohl der EHC Bülach mit den Kloten Flyers zusammenarbeitet, gibt es viele Verbindungen zum amtierenden Schweizermeister ZSC Lions. Acht aktuelle Spieler der ersten Mannschaft haben eine Vergangenheit in der Organisation der Lions, dazu spielen mit Christian Marti und Severin Blindenbacher zwei ehemalige EHCB-Junioren im aktuellen Kader der Lions. Die Eisbären haben aber auch schon veritable Lions-Rivalen herausgebracht, zum Beispiel die früheren Kloten-Spieler Reto Pavoni und Felix Hollenstein.

Wir sprachen mit der Präsidentin des EHC Bülach, Corinne Thomet, über Rivalität und Freundschaft an der Hockeybasis, das Cupspiel und die Ziele des 76-jährigen Traditionsvereins.

Der EHC Bülach hat soeben seine ersten Testspiele absolviert. Wie verläuft die Saisonvorbereitung bisher?

Auch dieses Jahr haben wir wieder enge Rahmenbedingungen und müssen gut planen. Umso schöner ist es, dass wir eine sportlich kompetitive Mannschaft haben. Die körperliche Verfassung, der Einsatzwille und die Moral der Mannschaft ist top, sie freut sich auf die zweite Saison in der MySports League und aktuell in erster Linie auf das Cupspiel, ein veritables Saisonhighlight für den ganzen Verein, nicht nur für die erste Mannschaft.

Das Spiel wird für ihre Mannschaft erst der zweite Ernstkampf dieser Saison sein, während die ZSC Lions schon vier CHL- und ein Meisterschaftsspiel absolviert haben werden. Was wird getan, damit die Mannschaft am 19. September bereit ist?

Wir wussten ja schon früh (seit dem 8. Mai), dass dieses Cup-Spiel dann stattfinden wird.  Dazu bestreiten wir unser erstes Meisterschaftsspiel am 15. September in Thun. Die Vorbereitung konnte unser Head Coach Markus Studer also ohne spezielle Anpassungen ganz auf die erste Ernstkampfwoche mit Meisterschaftsstart und Cupspiel ausrichten. Die Mannschaft hat also ein klares erstes sportliches Ziel, worauf sie täglich hart hinarbeitet.

Als Präsidentin denken Sie bestimmt nicht nur an das bevorstehende, sportliche Highlight. Was für eine strategische Bedeutung hat diese Partie gegen die ZSC Lions für Ihr Klub?

Die Bedeutung geht weit über sportliche oder finanzielle Aspekte hinaus. Wir nehmen dieses Cupspiel zum Anlass, uns der breiten Öffentlichkeit der Stadt und Region Bülach zu präsentieren: Als Traditionsverein, der seit 76 Jahren erfolgreich besteht und sowohl Leistungs- als auch Breitensport gezielt verfolgt. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Bülach im Hinblick auf dieses Cupspiel verläuft äusserst positiv und so haben wir die besten Voraussetzungen, ein Eishockeyfest für die ganze Region zu erleben.

Zu einem Eishockeyfest gehören (viele) Zuschauer. Wie läuft der Vorverkauf für dieses Spiel?

Trotz einer Kapazitätserhöhung bei den Sitzplätzen, wir werden zwei zusätzliche Sitzplatztribünen aufbauen, sind diese bereits ausverkauft. Es gibt aber noch Stehplatztickets. Unser Ziel ist klar: Wir wollen das altehrwürdige Eisstadion Hirslen bis auf den letzten der rund 2'000 Plätze besetzen. Die Region soll sehen, dass unser Stadion bereit ist, viele Leute aufzunehmen und dass es ein würdiger, stimmungsvoller Veranstaltungsort ist.

Der EHC Bülach hat aktuelle und vergangene Spieler des EHC Kloten, ihrem Partnerteam, und auch der ZSC Lions, dem Kantonsrivalen, hervorgebracht. Ist das Cupspiel nun ein brüderlicher Vergleich oder ein Derby mit Rivalität?

Es besteht sicher keine Rivalität mit den ZSC Lions. Unsere Zusammenarbeit mit Kloten fokussiert sich auf den Nachwuchsbereich. Es freut uns natürlich auch, dass Spieler, die in Bülach die ersten Schritte auf dem Eis machten, erfolgreich bei den ZSC Lions spielen. Das Spiel gegen den amtierenden Schweizermeister sehen wir als freundschaftliches, kompetitives Kräftemessen unter Nachbarklubs.

Ihr Captain, Aurelio Lemm, spielte früher bei den ZSC Lions und gewann mit den Stadtzürchern in der Saison 2008/09 die Champions Hockey League. Was für Impulse kann er der Mannschaft für den kommenden 1/16-Final geben?

Als wir uns in St. Moritz für den 1/16-Final qualifizierten, war ich vor Ort dabei und fieberte mit der Mannschaft mit. Unmittelbar nach Spielende ging ich in Richtung Garderobe, was ich sehr selten mache, und sah Aurelio vor der Garderobe. Ich werde diesen Moment nie mehr vergessen, weil wir uns sofort gegenseitig anstrahlten. Ich spürte die tiefe, echte Freude in ihm. Er ist ein guter Leader und Captain, der nicht nur sportlich, sondern auch als Integrationsfigur für die Jungen sehr wichtig ist. Von seiner Erfahrung werden diese auch am 19. September profitieren können.

Wenn der EHC Bülach am 19. September gegen die ZSC Lions gewinnt, dann ...

... erleben wir die gleichen Emotionen wie bei der Qualifikation in St. Moritz und wir stehen vor einem weiteren Highlight in der Klubgeschichte.

Wenn der EHC Bülach am 19. September gegen die ZSC Lions verliert, dann ...

... war der Anlass rund ums Spiel hoffentlich mit vielen positiven Emotionen und einem sportlich fairen Ambiente verbunden und wir freuen uns bereits auf die nächste Qualifikation.

Die Vision des EHC Bülach ist es, sich längerfristig unter den ersten sechs Klubs in der MySports League zu etablieren. Letztes Jahr wurde dieses Ziel knapp verfehlt. Wo liegt der Fokus in der kommenden Saison, damit dieses Ziel erreicht werden kann?

Vor der letzten Saison haben wir den strategischen Entscheid gefasst, in der neu gegründeten MySports League zu spielen. Das ist ein längerfristiger Entscheid. Die letzte Saison war die erste in der neuen Liga, welche sportlich sehr umkämpft ist, weil die Leistungsniveaus der Teams sehr nahe beieinander liegen. Mit unseren engen Rahmenbedingungen sind wir auf dem richtigen Weg, wir verfolgen weiterhin das gleiche Ziel. Die Spieler sind auf dieses Ziel fokussiert und wollen dieses erreichen, das haben wir nun schon in den ersten Vorbereitungsspielen gesehen.

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